Meister der Angst: Der Elefantenmensch

Hörspiel nach wahren Begebenheiten

Verlag: Random House Audio
1 CD, ca. 74 Minuten
ISBN: 978-3-8371-1887-2; € 9,99


Inhalt:

Das viktorianische London: Der an einer seltenen, Körper- und Gesicht schwer entstellenden Krankheit leidende John Merrick wird dem Publikum auf Jahrmärkten präsentiert. Als er Zuflucht in einem Hospital findet, ist sein Leidensweg noch nicht vorbei ... Unter die Haut gehende Parabel gegen Vorurteile und für mehr Toleranz.

Sprecher:
Michael Lott, Anne Moll, Till Hagen, Sascha Rotermund, Helmut Krauss, Frank Glaubrecht, Peter Hawig, Frank Glaubrecht, Santiago Ziesmer, Simona Pahl u.v.a.



Kritik:

Wer kennt sie nicht, die Geschichte des Elefantenmenschen, die von David Lynch bereits 1980 mit Anthony Hopkins, Anne Bancroft und John Hurt in den Hauptrollen ins Kino kam, ungefähr 100 Jahre nach dem auf wahren Begebenheiten beruhenden Fall des "Elefantenmenschen" John Merrick? Dieser lebte von 1862 bis 1890, musste in sogenannten "Freak Shows" auftreten, um seinen Lebenunterhalt zu verdienen, und kämpfte Zeit seines Lebens mit den grausamen Vorurteilen der ihn umgebenden Menschen.

Die Mediabühne hat sich nun in ihrer Reihe "Meister der Angst" des dramatischen Stoffes angenommen und legt hier eine 74-minütige Inszenierung des Lebens des an Elephantiasis leidenden John Merrick vor. Dieser wird von einem skrupellosen Zirkusdirektor gehalten wie ein Tier, und es dauert lange, bis es überhaupt jemandem auffällt, dass der Elefantenmensch ein feingeistiger Mensch ist.

Mit Michael Lott, Anne Moll, Till Hagen, Sascha Rotermund, Helmut Krauss, Frank Glaubrecht, Peter Hawig in der Rolle des John Merrick und anderen wurde das Hörspiel hervorragend besetzt.

Klaus Ude, verantwortlich für Buch, Tonproduktion und Musik, hat die Produktion mit einem feinen Soundtrack unterlegt, der die Dramatik der Geschichte gut zum Ausdruck bringt.

Das Hörspiel bildet sehr gut die sozialen Missstände im viktorianischen London ab. Wer einen Reißer erwartet, ähnlich den bisherigen Folgen der Reihe, der wird hier nicht fündig. Statt dessen gibt es ein ruhiges, gut in Szene gesetztes Sozialdrama auf die Ohren.



Fazit:

Gut inszeniertes (Sozial-)Drama um Vorurteile und Menschenwürde im viktorianischen London


Weitere Infos: http://www.random-house-audio.de ; http://www.mediabuehne.de/