Markus Topf

Mord in Serie (04): Feuerengel

Hörspiel
Contendo Media
ca. 62 Minuten
1 CD


Konzept & Regie: Christoph Piasecki
Produktion: (C) & (R) Contendo Media GmbH

Sprecher:
Livia Krämer - Nana Spier
Christian Marx - Hanno Friedrich
Georg Albrecht - Henry König
Paul Ebner - Robert Missler
Lars Wolter - Oliver Böttcher
Dario Simonides - Santiago Ziesmer
Oliver Graßmann - Bernd Vollbrecht
Doris Graßmann - Kerstin Draeger
Marianne Sommer - Sabine Schmidt-Kirchner
Reporterin - Annette Gunkel
Feuerwehrmann - Thomas Held
Polizist - Klaus Dittmann
Computer - Reinhilt Schneider
sowie - Tilo Schmitz, Daniel Käser, Patrick Bach, Julia Fölster, Christine Pappert
Abspann - Martin Sabel

Inhalt:
Eine Reihe von Brandanschlägen versetzt ganz Dresden in Angst und Schrecken. Als die neueste Tat des Feuerteufels erstmals Todesopfer fordert, wird die junge Brandermittlerin Livia Krämer mit dem Fall betraut. Gemeinsam mit dem Chef der Feuerwehr geht sie den Hinweisen nach und folgt einer ersten Spur sogar in die eigenen Reihen. Doch der geheimnisvolle Brandstifter scheint ihr immer einen Schritt voraus zu sein. Ihre Ermittlungen führen Livia schließlich in die ostdeutsche Vergangenheit - direkt in die Geheimarchive der Stasi. Ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel beginnt...


Kritik:

In Dresden geht ein gefährlicher Feuerteufel um. Als erstmalig auch Todesopfer zu beklagen sind, entschließt sich der Stellvertretende Bürgermeister Georg Albrecht, seine Patentochter Livia Krämer, Brandermittlerin aus Berlin, hinzuzuziehen. Gemeinsam mit dem Chef der Feuerwehr, Christian Marx, beginnt diese zu ermitteln ... und muss schon bald feststellen, dass der Fall wirklich "brand"gefährlich ist...

Nach dem fulminanten Dreierpack-Einstand in die Reihe "Mord in Serie" lässt Autor Markus Topf diese vierte Folge in Dresden und im alten Stasiumfeld spielen. Leider ist die Geschichte sehr klischeebehaftet und mit recht platten Dialogen versehen. Sie macht zwar einige Wendungen durch, steuert dann aber auf ihr viel zu vorhersehbares Ziel zu - was bis zum allerletzten Soundeffekt gilt.

Das Hörspiel selbst ist ein Auf und Ab von teils sehr dynamischen und teils ruhigen Passagen, in denen die Spannung immer wieder stark abebbt. Manche der Szenen schaffen es nicht, trotz erkennbarer Dramatik wirklich zu fesseln: etwa die Motorradverfolgung oder die Szene, in der eine Decke einstürzt - hier sind die Übergänge einfach zu abrupt geraden, um den Hörer wirklich zu packen und mitzunehmen.

Die Produktion punktet mit einer satten Geräuschkulisse, in der es viele Details zu erlauschen gibt, und auch die fetzigen Musikstücke passen gut ins Gesamtgefüge. Die Musikkulisse insgesamt ist teils stark und dynamisch, teilweise gibt es aber auch Szenenuntermalungen, die zu sehr vor sich hindümpeln und bei denen viel Atmosphäre liegen bleibt.

Die Sprechercrew agiert auf hohem Niveau, vor allem Nana Spier in ihrer Hauptrolle als Livia Krämer macht einen sehr guten Job. Etwas zu blass und wenig ausdrucksstark kommt hingegen Hanno Friedrich in der zweiten Hauptrolle rüber, dem man vor allem in der Verfolgungsszene zu wenig Einsatz zollen muss. Gute Auftritte haben Henry König, Santiago Ziesmer, Oliver Böttcher, Robert Missler, Bernd Vollbrecht und Kerstin Draeger.

Unterm Strich und trotz der erwähnten Kritikpunkte gelingt es dem Hörspiel, gut zu unterhalten. So gibt es einige nette, trickreiche Details zu entdecken, die einfach Spaß machen: etwa der abschließende Radiokommentar, der eine lose Verknüpfung zur nächsten Folge bietet oder der sehr treffend gewählte Titel, der sich erst im Laufe des Hörspiels erschließt. Wenn sich "Feuerengel" nicht an den sehr starken ersten drei Folgen der Reihe messen lassen müsste, wäre es für sich betrachtet ein unterhaltsamer Action-Thriller, so aber flacht "Feuerengel" eben doch merklich ab.


Fazit:

Eine klischeebeladene Story mit teilweise platten Dialogen und einem Ende, das sich schon viel zu früh abzeichnet: "Feuerengel" ist die bislang schwächste Folge in der starken Reihe "Mord in Serie" - unterm Strich unterhaltsam, aber für Thriller-Kenner zu wenig raffiniert


Weitere Infos: www.mord-in-serie.de